Kategorie: enterprise 2.0


Elternzeit und Vatertag

13. Mai 2010 - 06:51 Uhr

Da feiern sich Politiker für ihre Beiträge für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, während sich viele IT-Unternehmen oberflächlich mit Familienfreundlichkeit schmücken.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Das gilt insbesondere für Väter, die in typischen Karriere-Berufen wie der SAP- und Unternehmensberatung tätig sind. Jüngst berichtete das ZDF in der Sendung Frontal21 über die Kündigungen von Vätern nach der Elternzeit. ( mehr dazu im ZDF-Bericht )

Ist es wirklich so, dass Elternzeit für Väter, die als Berater in der SAP-Branche arbeiten undenkbar ist? Als IT-Consultant und Vater in der heutigen Zeit Elternzeit beantragen – wer traut sich das schon?

Bei allen wirtschaftlichen Problemen dürfen wir doch eins nicht vergessen: wir trotzen seit über einem Jahr erfolgreich der Wirtschaftskrise, wir setzen erfolgreiche IT-Strategien in der internationalen Logistik gegen den Verfall der Euro-Gemeinschaftswährung und wir wachsen jeden Tag durch erfolgreiche Projekte mit unseren Kunden ein Stückchen näher zusammen.

Wer erbringt denn diese Leistung? Wer sorgt für diese Erfolge? Bei uns, der mindsquare, sind das alle Mitarbeiter. Wir sind Väter, zukünftige Väter, Absolventen, Junior- und Senior- Consultants, Teamleiter und Geschäftsführer und haben letztlich alle eins gemeinsam: Spaß an der Arbeit.

Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht und streben daher jeden Tag danach das Beste für unsere Kunden und Mitarbeiter zu geben. Daher bin ich auch sehr stolz darauf, dass unser dienstältester Teamleiter mittlerweile zum zweiten Mal Vater geworden ist und sein Glück in der Elternzeit genießt.

Mit großem Respekt und Hochachtung ziehe ich den Hut vor unseren SAP-Consultants, die ihre Familie und den Beraterberuf in Einklang bringen. Ich wünsche heute allen Vätern und denen die es werden wollen einen tollen Vatertag. Besondere Grüße gehen natürlich an unsere Väter Hermann, Daniel und Patrick.

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Von Schuld und Verantwortung

26. März 2010 - 15:12 Uhr

Wer kennt das nicht: Projekte eskalieren und jeder schiebt die Schuld auf den anderen.

Ganze Heerscharen von Beratern und IT-Mitarbeitern sind von jetzt auf gleich damit beschäftigt schwarze Peter hin- und herzuschieben. Es ist fast so, als ob jeder darauf gewartet hat, dass es endlich kracht im Gebälk. "Lasst die Spiele beginnen und führt die Sklaven in die Arena…"

Die Abteilungen erweisen sich gegenseitig Bärendienste und klagen die Inkompetenz der jeweils anderen an. Und die schwarzen Schafe unter den Kaufleuten, allen voran die Sklavenvermieter (sorry, ich meinte Projektvermittler und Personaldienstleister), sehen nun auch noch den Deckungsbeitrag ihres Profitcenters von dannen eilen ohne jemals einen sinnvollen Beitrag zum Projekt beigesteuert zu haben.

Eilig werden kurzgedachte Maßnahmen ergriffen und Sachdiskussionen durch persönliche Befindlichkeiten ausgetauscht. Die Dummheit hat mal wieder gesiegt. Die Moral sinkt ausgerechnet bei den Personen, die jetzt für neue Lösungen sorgen sollten. Der Punkt ist erreicht, an dem sich keiner mehr mit der Erreichung von Zielen und dem Schaffen von Ergebnissen beschäftigt.

Das Problem ist klar, und ich bin richtig froh, dass meine Mitarbeiter im Rahmen unserer Enterprise 2.0 - Philosophie und den zugehörigen Softskills-Schulungen von diesem Fehlverhalten gänzlich befreit wurden.

Das Problem heißt Schuld. Schuld belastet alle Beteiligten. Der Kreislauf von Schuld beginnt bei der Person, die Schuldzuweisungen vornimmt und endet bei dem armen Wicht, der keinen Rangtieferen zum Treten unter sich hat. Im biblischen Sinne (Adam und Eva) ist die Schuld dadurch entstanden, dass etwas Verbotenes getan wurde und Gott höchstpersönlich geurteilt hat. Das Prinzip ist identisch zu unserem Strafrecht: es gibt ein Gesetzt, jemanden der das Gesetzt bricht und einen Richter, der über Strafmaßnahmen entscheidet.

Dieses Prinzip lässt sich aber nicht auf IT-Projekte anwenden.
Komplexe IT-Projekte wachsen im Laufe der Zeit durch iterative Vorgehensweisen, wie zum Beispiel der SCRUM-Methode, welche das Try&Error Prinzip glücklicher Weise abgelöst hat. Eines bleibt jedoch: ohne Fehler gibt es auch keine Lerneffekte.

Das soll jetzt aber auch kein Freifahrtschein zum sinnlosen Fehlermachen sein. Selbstverständlich kann man nur aus Fehlern lernen, wenn man diese unmittelbar kommuniziert und gemeinsam nach einer Lösung sucht ohne mit Vorwürfen rechnen zu müssen. Leider macht das kaum einer, weil jeder Angst vor Konsequenzen hat. Konsequenzen, die sich aus dem Prinzip Schuld und Strafe ergeben.

In meinen Projekten arbeitet jeder Mitarbeiter mit Verantwortung. Ich selber beginne damit Verantwortung zu tragen und vorzuleben. Frei von Schuldzuweisungen kommt jeder Projektmitarbeiter gerne auf mich zu und freut sich darüber, dass er von mir Hilfe bekommt. Da ich mich nicht als Richter aufspiele, brauche ich weder Schuld noch Strafen verteilen. Durch das Prinzip der Straffreiheit verbessern sich die Mitarbeiter ständig. Dabei lernen sie vor allem Ziele zu verstehen und somit echte Ergebnisse zu produzieren während die Schuld-Fraktion nach 7,5 Stunden Arbeitszeit die Griffel fallen lässt und selbst danach noch zu Hause den Partner verrückt macht.

Verantwortung in IT-Projekten zu übernehmen heißt Aufgaben sinnvoll zu strukturieren und mit einer klaren Ergebnisbeschreibung weiterzugeben (siehe hierzu auch meinen zukünftigen Blog zum Thema Ergebnis-orientierte-Aufgabenbeschreibung). Wenn die Projektorganisation und Kommunikation verantwortungsvoll und schuldfrei geführt wird, steht dem Erfolg des Projektes nichts mehr im Wege.

Als Geschäftsführer der mindsquare GmbH habe ich dieses Prinzip in die Personalentwicklung integriert. So steht bei uns nicht nur die fachliche Ausbildung im Vordergrund, sondern auch das Erlernen einer verantwortlichen Arbeitsweise.

So schaffe ich ein verantwortungsvolles Umfeld in dem Vertrauen zählt und Ergebnisse produziert werden. So macht Arbeiten Spaß.

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